Presse

Süddeutsche Zeitung: „Heulende Hunde“


Süddeutsche Zeitung (Print und Online), 02. 08. 2012


Augsburger Allgemeine: „Beinahe ein dadaistisches Hörerlebnis“

 

augsburg
„Münchner Untergrundkultur meets Landsberg. Das Ergebnis: Gefühlte 217 Versuche, bis man den Namen der Band richtig in die Internetsuchmaschine eingetippt hat. Dann aber sind sie da: Soundcloud, Facebook, myspace – überall, wo neue Trends gemacht werden, ist die Münchner Band „OhwWhouWhou“ dabei. Und auch live waren sie voll da – in Landsberg, bei der Veranstaltung des FUN im Jugendzentrum anlässlich der 850-Jahrfeier.

Mit ganz besonderem Bezug zu Landsberg

Was weitgehend fehlte, waren Besucher. Nur etwa ein Dutzend fand sich am Wochenende im Jugendtreff ein, wo die schräge Band aus München den Begleitact für eine Hörspieluraufführung mit besonderem Bezug zu Landsberg abgab: „Das Landsberger Johnny-Cash-Magnettonband-Palimpsest“ des Landsberger Schriftstellers und Hörspielautors Thomas Glatz und des Münchner Kabarettisten Florian Schenkel, alias Darren Mahooney. Ähnlich schräg wie die Musik. Doch mit einer klaren Mission. Autor Glatz: „Zu erklären, was hätte theoretisch passiert sein können, als der Countrymusiker Johnny Cash in den 50er-Jahren als amerikanischer GI in der Landsberger Kaserne stationiert war.“

Ein historisches Faktum als Ausgangspunkt für ein Treffen der Generationen. Dort die 50er-Jahre, als Johnny Cash möglicherweise Commander Carl Perkins in Landsberg auf seine „Blue suede shoes“ trat – mit den altbekannten musikalischen und vielleicht auch persönlichen Folgen. Hier das Landsberg von heute, wo nach Ansicht der Hörspielautoren auf einem Dachboden ein wertvolles Zeitdokument jener Zeit aufgefunden wurde: Eine Kassettenkopie eines Magnettonbandmitschnitts von Johnny Cashs hypothetischer Landsberger Jugendband „Landsberg Barbarians“. Prädikat besonderes Hörerlebnis dabei zum einen die überdrehten Dialoge der Finder, eines inzwischen uralten Landsberger Ehepaars, bei der Stimmenimitator Schenkel alles gab. Und ganz besonders Johnny Cashs damals angeblich bayerisch angehauchte Countrysongs – stimmlich absolut professionell imitiert und neu abgemischt mit einem ebenfalls eigenkomponierten angeblichen illegalen Bootleg des Sohns des Ehepaars – einem Mitschnitt eines ebenfalls fiktiven Konzerts der lärmenden Punkband Einstürzende Neubauten. Geschichte neuschräg gemixt, könnte man sagen.

Passend zur ungewöhnlich kombinierenden Begleitband, deren Musik exakt wie ihr Name klingt, folgte dann die eigen- und garantiert einzigartige Mischung aus dezentem Elektrosound, Soulgesang, boarischem Ringsgwandl-Text von OhwWhouWhou. Ein souliger Sound mit ziemlich wenig bis gar nicht verständlichem Text. Manchmal ein fast schon dadaistisches Hörerlebnis. Wobei – die drei Bandmitglieder geben es selbst zu – durchaus gelegentlich auch einer Prise Hundegejaule durchklingt.

Sicher also keine eingängige Wohlfühlmusik, in jedem Fall aber zwei lustige Hörexperimente an einem einzigen Abend.“

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Augsburger Allgemeine (Print und Online), 28 .09 .2012


Schrottland #1: „Im Studio mit OHWWHOUWHOU“

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Schrottland #1, Department of Volxvergnügen, Steve Robotnik, Mai 2013